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Simmerather Klimmzüge für den neuen Großinvestor

Foto: Marco Rose

Neue Maße im Gewerbegebiet Rollesbroich

Für den Bau der neuen Verpackungsdruckerei im Gewerbegebiet Rollesbroich streckt sich die Gemeinde Simmerath – im wahrsten Sinne des Wortes. Damit das Bauvorhaben der Familie Weiss aus Monschau auf einer Fläche von 39.000 Quadratmetern Realität werden kann, pulverisiert der Rat die bislang festgesetzten, zulässigen Gebäudemaße.

Einstimmige Zustimmung

Der Simmerather Planungsausschuss befasste sich nun mit der zugehörigen Änderung des Bebauungsplans und stimmte den darin genannten textlichen Festsetzungen einstimmig zu. Stadtplanerin Carolin Derks stellte die Änderungen für das Bauvorhaben an der Völlesbruch- und Siemensstraße erneut im Ausschuss vor. Danach wird die maximale Gebäudehöhe von 15 auf 20 Meter erhöht, die mögliche Gebäudelänge von 100 auf 225 Meter mehr als verdoppelt und auch die erlaubte Zufahrtsbreite von 10 auf 15 Meter je 3000 Quadratmeter Grundstücksfläche vergrößert.

Des Weiteren darf der Investor auf die eigentlich üblichen Anpflanzungen in einem bestimmten Bereich des Grundstücks verzichten und muss nur für jeweils zehn Stellplätze einen hochstämmigen Baum pflanzen. Im Bebauungsplan war ein Hochstamm für fünf Parkplätze vorgeschrieben. Immerhin sollen diese Änderungen künftig für den Gesamtplan im Rollesbroicher Gewerbegebiet gelten.

„Wir sind natürlich auch froh über diese Investition und neue Arbeitsplätze, aber mit so gewaltigen Änderungen tue ich mich schon schwer“, sagte Klaus Stockschlaeder (Grüne). Besonders die Rücknahme der Vorschrift, Ersatzpflanzungen vorzunehmen, störte den Grünen: „Das muss doch nicht sein. Es ist doch wirklich genug Platz auf dem Grundstück, und ein bisschen grüne Auflockerung täte dem Riesengebäude nur gut“, meinte Klaus Stockschlaeder.

Auf Antrag der Grünen soll in der nächsten Sitzung, wenn über die eingegangenen Bedenken und Anregungen zum Bebauungsplan abgestimmt wird, eine Visualisierung des Geplanten vorgelegt werden.

Funkmast jetzt auch möglich

Eine positive Begleiterscheinung des „runderneuerten“ Bebauungsplans ist, wie die Stadtplanerin erläuterte, dass im nördlichen Plangebiet die Voraussetzungen zur Errichtung eines maximal 50 Meter hohen Mobilfunkmastes geschaffen werden. Unklar ist aber nach wie vor, ob ein solcher Mast auch die Mobilfunkprobleme in der Ortslage Rollesbroich wird beheben können. (hes)  


Quelle: Eifeler Zeitung